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Was Sie in Nürnberg essen sollten: Sechs Dinge – und welche davon wirklich zählen

Was man essen sollte
Die kurze Fassung. Fränkisches Essen ist nicht bayerisches Essen, und Nürnberg ist die am wenigsten bayerisch schmeckende Großstadt Bayerns. Die Liste ist kurz und präzise: kleine Bratwürste, rotes Bier, Schäufele, Blaue Zipfel, Lebkuchen und Zwetschgenmännle. Alles darauf ist günstig, und die meisten Sachen schmecken am Stand besser als am Tisch.
Drei im WegglaCa. 4,50 €
Halber Liter lokales Bier4,50–5,50 €
Teller mit Bratwurst im Restaurant10–14 €
Die regionale BiersorteRotbier, dunkelbernsteinfarben, wenig bitter
Der regionale BratenSchäufele, Schweineschulter mit knuspriger Schwarte
Das beste günstige Essen der StadtDrei Würste im Brötchen, zum Stehen

Die sechs Dinge

1. Nürnberger Rostbratwurst

Fingerlang, sieben bis neun Zentimeter, kräftig mit Majoran gewürzt, über Buchenholz gegrillt. Sie werden zu sechser, achter, zehner oder zwölfer auf einer Zinnteller mit Sauerkraut und Meerrettich serviert – oder drei im Brötchen vom Straßenstand. Sie sind das, was man hier isst, und sie sind gesetzlich geschützt. Wo man sie isst und was der Schutz bedeutet.

2. Rotbier

Nürnbergs eigenes Bier: ein dunkles Bernsteinlager, malzig, nicht bitter, seit Jahrhunderten hier gebraut und bis in die 1970er fast ausgestorben, bis eine Handvoll Brauer es wiederbelebte. Bestellen Sie ein Rotbier statt ein Helles, dann trinken Sie das Lokale und nicht das Münchner.

3. Blaue Zipfel

Bratwürste in Essig, Wein und Zwiebeln pochiert statt gegrillt. Klingt falsch, schmeckt hervorragend – herbes Winteressen, serviert in der Brühe. Kaum ein Besucher bestellt es, was schade ist.

4. Schäufele

Schweineschulter mit Knochen, die Schwarten zu Rauten geritzt, mit Kartoffelknödel und dunkler Soße. Das ist Frankens Sonntagsgericht und es ist riesig. Bestellen Sie eines für zwei, wenn Sie nicht sehr hungrig sind.

5. Lebkuchen

Hier das ganze Jahr hergestellt, im Dezember überall zu kaufen – und weit interessanter, als die Touristendosen vermuten lassen, sobald man weiß, dass zwei der Wörter auf der Packung völlig Unterschiedliches bedeuten. Nürnberger versus Elisen und warum das den Preis ändert.

6. Zwetschgenmännle

Kleine Figuren aus getrockneten Pflaumen und Feigen auf einem Drahtgestell, seit dem 18. Jahrhundert auf dem Christkindlesmarkt verkauft. Sie sind eher Souvenir als Snack – und das einzige Weihnachtsmarkt-Produkt, das tatsächlich von hier stammt.

Was die Dinge kosten

PositionTypischer Preis
Drei im Weggla vom StraßenstandCa. 4,50 €
Sechs Bratwürste mit Kraut, am Tisch10–12 €
Zwölf Bratwürste mit Kraut16–19 €
Schäufele mit Knödel15–19 €
Blaue Zipfel11–14 €
Halber Liter Rotbier4,50–5,50 €
Lebkuchen, gute Elisen, pro Stück2–3,50 €
Geheimtipp

Das günstigste gute Essen in Nürnberg sind drei Bratwürste im Brötchen vom Stand neben St. Sebald, stehend auf der Straße gegessen für etwa vier Euro fünfzig. Das ist keine abgespeckte Version des Tellergerichts – die Würste kommen vom selben Grill.

Selber essen gehen

Sie brauchen keine kulinarische Führung, um hier gut zu essen, und es wäre unehrlich, das Gegenteil zu behaupten. Die Liste oben umfasst sechs Punkte, die Restaurants, die sie gut zubereiten, gibt es in jeder Altstadtgasse, nichts muss vorgebucht werden (außer an Marktwochenenden), und ein vollständiges Menü mit Bier kostet unter zwanzig Euro. Gehen Sie überall rein, wo man vom Eingang aus den Holzgrill sieht – dann essen Sie richtig.

Was eine kulinarische Führung bringt – wenn überhaupt

Zwei Dinge, und nur zwei. Erstens: die kleinen Erzeuger – die Backstube einer Lebkuchenbäckerei, ein Metzger, der den Majoran erklärt, ein Brauer, der Rotbier einschenkt und erzählt, warum es fast ausgestorben wäre. Diese Türen öffnen sich nicht für Spontangäste. Zweitens: Fränkisches Essen ist regional auf Weise, die sich aus der Speisekarte nicht erschließen – warum die Würste klein sind, warum das Bier rot ist, was das Schäufele auf jeder Karte zu suchen hat. Dieser Kontext ist das Produkt, nicht die Verkostungen.

Wenn Sie schon wissen, dass Sie lieber essen als sightseeing machen möchten, lohnt es sich. Wenn Sie einfach nur zu Abend essen wollen, buchen Sie stattdessen einen Tisch und sparen Sie sich achtzig Euro.

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Und dann?

Die Bratwurst, richtig · Der Lebkuchen, richtig · Was ein Tag hier kostet

Häufige Fragen

Wofür ist Nürnberg kulinarisch bekannt?

Nürnberger Rostbratwürste — kleine Majoran-würzige Würstchen, die über Buchenholz gegrillt werden — und Lebkuchen. Beide sind durch EU-Herkunftsregeln geschützt. Vor Ort sollten Sie auch Rotbier probieren, das dunkle bernsteinfarbene Bier der Stadt, und Schäufele, die knusprige Schweineschulter aus dem Ofen.

Was ist Drei im Weggla?

Drei Nürnberger Rostbratwürste in einem Brötchen, die es an Straßenständen für etwa 4,50 € gibt. Das ist das Standard-Mittagessen hier, und die Würstchen kommen vom selben Grill wie die Portionen für die Sitzplätze.

Ist fränkisches Essen dasselbe wie bayerisches?

Nein. Franken gehört verwaltungstechnisch zu Bayern, kulinarisch aber nicht. Die Würste sind klein statt groß, das Bier eher dunkel und malzig als hell, und statt Schweinshaxe gibt es Schäufele.

Muss ich in Nürnberg Restaurants reservieren?

Selten, außer an Dezember-Wochenenden und während der großen Messen, wenn die Altstadt überläuft. Den Rest des Jahres können Sie fast überall einfach reingehen.